Die Lebenserwartung von Hunden hat sich in den letzten 30 Jahren um 25% erhöht. Auf ältere Hunde entfallen bereits 35% der Population. Diese positive Entwicklung bringt auch mit sich, dass sich viele Hundehalter mehr mit den Altersproblemen der Hunde beschäftigen müssen. Ähnlich wie beim Menschen spielen heute Tumore, Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenerkrankungen und Diabetes die größte Rolle bei den Krankheiten der älteren Hunde. Verantwortlich für solche Erkrankungen sind zu viele freie Radikale, die Körperproteine, Erbgut (DNA) und Zellwände schädigen können. Freie Radikale entstehen und vergehen ständig im Körper des Hundes. Man schätzt, dass jede einzelne der BillionenKörperzellen täglich mehrere tausend Kontakte mit solchen aggressiven, freien Radikalen haben kann! Als natürliches Schutzschild des Körpers gegen die freien Radikale fungieren mit der Nahrung aufgenommene Antioxidanzien. Sie sind in der Lage freie Radikale zu neutralisieren (vgl. Abb. 1).
Im Normalfall kommt der Organismus daher gut mit der Belastung klar und die Balance zwischen freien Radikalen und Antioxidanzien bleibt erhalten. In besonderen Situationen wie z. B. bei Krankheit, hoher Anstrengung oder erhöhter Umweltbelastung werden es aber zuviele freie Radikale. Dann zerstören sie die Gesundheit. Oxidativer Stress ist das Fachwort dafür. Mit dem Alter wird es zusätzlich schwieriger, das Gleichgewicht zu halten,denn das Schutzschild der Antioxidantien wird immer schwächer. Das natürliche Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidanzien verschiebt sich und zunehmend werden freie Radikale nicht mehr neutralisiert - es entsteht dauerhafter „oxidativer Stress", den die moderne Medizin als auslösenden Faktor für die bekannten Alterserscheinungen ansieht.Ein Beispiel hierfür ist das Auftreten von grauem Star (Katarakt) (vgl. Abb. 2) im Alter.
| Untersuchungen der Augenforschung konnten zeigen, dass in der Linse und der Macula des Auges bestimmte Antioxidanzien(Lutein, Zeaxanthin) für den Schutz der Photorezeptoren sorgen. Beim Auftreffen vonUV-Licht auf die empfindlichen Photorezeptoren des Auges bilden sich große Mengen an freien Radikalen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Konzentration der Antioxidanzien und damit der Schutz des Auges ab. Durch die Ergänzung von Nahrungsmitteln mit hohem Luteingehalt konnte das Auftreten von altersbedingtem grauem Star deutlich gesenkt werden. Im Interesse einer möglichst langsamen Alterung und hohen Vitalität im Alter wird daher auch für den Hund empfohlen, bereits frühzeitig, d. h. im mittleren Lebensabschnitt, erhöhte Mengen an Antioxidanzien mit der Nahrung aufzunehmen, um so den „oxidativen Stress" zu reduzieren.
Aber nicht nur für ältere Hunde sondern auch für Hunde mit hoher körperlicher Belastung empfiehlt sich eine Ergänzung von Antioxidanzien. Durch den erhöhten Sauerstoffumsatz von Leistungshunden bilden sich deutlich mehr freie Radikale. Der Bedarf an Antioxidanzien ist daher bei Leistungshunden erhöht. |